The Pirate Bay ist offline

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Die Website von The Pirate Bay und andere Torrent-Websites sind seit dem 9. Dezember 2014 offline. Die schwedische Polizei soll bei einer Razzia im Großraum Stockholm Server und weitere Technik beschlagnahmt haben.

Seit Jahren wird jede Störung des Serverbetriebs des Torrent-Indexierers The Pirate Bay von den Nutzern mit Sorge betrachtet. Als am 9. Dezember 2014 die Website nicht mehr erreichbar war, fragten sich viele, ob dies ein Serverproblem sei oder ein Zugriff der Behörden stattgefunden habe. Nach Informationen der Website Torrentfreak hat die schwedische Polizei ein Rechenzentrum im Großraum Stockholms durchsucht. Das soll der schwedische Polizeikoordinator für Urheberrechtsverletzungen, Paul Pintér, mitgeteilt haben. Auch die Tageszeitung Dagens Nyheter berichtet davon.

Bei der Razzia sollen Server beschlagnahmt worden sein. Zur gleichen Zeit sollen The Pirate Bay und andere Tracker-Websites wie EZTV, Zoink Torrage, Istole und das Pirate-Bay-Forum Suprbay.org sowie Pastebay.net und Bayimg.com offline gegangen sein.

Torrentfreak berichtet, dass die Polizei ein Rechenzentrum im schwedischen Nacka durchsucht habe, das in einem Berg gebaut wurde. Dabei könnte es sich um das Rechenzentrum Nacka Station der Firma Portlane gehandelt haben.

Die schwedische Tageszeitung Metro meldet, dass der auf Urheberrechtsverletzungen spezialisierte Sonderstaatsanwalt Fredrik Ingblad die Aktion geleitet habe. Bei der Durchsuchung, die von morgens bis nachmittags lief, sollen Polizisten und Forensikexperten anwesend gewesen sein. Wie viele Server beschlagnahmt wurden, gab die Polizei nicht bekannt. Nach Informationen von Torrentfreak soll eine Person vorläufig festgenommen worden sein. Die schwedische Organisation Rights Alliance teilt auf ihrer Website mit, dass sie die Strafanzeige erstattet habe, die zur Durchsuchung führte. Die Rights Alliance versucht, Urheberrechtsverletzungen aufzudecken.

Ein offizielles Statement von The Pirate Bay gibt es noch nicht.

 

Quelle : Golem.de

Routerzwang abschaffen

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Ministerium legt Gesetzentwurf noch im Dezember vor

Noch in diesem Jahr will das Wirtschaftsministerium den Gesetzentwurf zur Abschaffung des Routerzwangs vorlegen. Wegen Übergangsfristen dürfte die Umsetzung erst in der zweiten Hälfte 2015 greifen.

Das Bundeswirtschaftsministerium will seine Pläne zur Abschaffung des Routerzwangs noch in diesem Jahr vorlegen. Ein entsprechender Gesetzentwurf werde im Dezember in die Ressortabstimmung gehen und anschließend zur Kommentierung veröffentlicht, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Berlin. Dem Entwurf zufolge „ist der Zugang zum öffentlichen Telekommunikationsnetz als passiver Netzabschlusspunkt auszugestalten“, wie aus einem Positionspapier des Ministeriums hervorgeht, das Golem.de vorliegt. Der Netzabschlusspunkt darf demnach „nicht auf eine von den Netzbetreibern beliebig zu definierende Schnittstelle in einem zusätzlichen Gerät verlagert werden“.

Verbraucher sollen dem Gesetzentwurf zufolge ihre Router „direkt oder indirekt an den Netzabschlusspunkt und damit an das öffentliche Telekommunikationsnetz anschließen“. Zu diesem Zweck soll das Telekommunikationsgesetz (TKG) geändert werden. Durch ergänzende Änderungen im Gesetz über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) will die Regierung sicherstellen, dass alle Arten von Endgeräten, und damit auch Kabelmodems, von der Liberalisierung erfasst sind.

Um vor allem den Kabelnetzbetreibern die Umstellung zu ermöglichen, ist in dem Entwurf eine Übergangsfrist von sechs Monaten vorgesehen. Außerdem muss das Gesetz noch auf europäischer Ebene notifiziert werden.

Die schwarz-rote Koalition hatte im Koalitionsvertrag einen Routerzwang für Nutzer abgelehnt. Nachdem zunächst eine entsprechende Verordnung geplant worden war, sprach sich das Ministerium im Oktober schließlich für eine Gesetzesänderung aus.

 

Quelle : Golem.de