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Über 14 Millionen sind bereits auf Windows 10 gewechselt

Weltweit laufen bereits mehr als 14 Millionen Computer mit Windows 10 – nach nur einem Tag. Anfang August wird ein erstes größeres Update für Windows 10 erwartet. Außerdem sind wieder Anmeldungen für das Windows-Insider-Programm möglich.

Innerhalb von 24 Stunden sind mehr als 14 Millionen Anwender auf Windows 10 gewechselt. Zunächst wurden wie zugesichert die Teilnehmer des Windows-Insider-Programms mit dem Upgrade versorgt. Noch am gleichen Tag bekamen aber auch viele normale Kunden das Upgrade. Zuvor war nicht sicher gewesen, ob auch diese Kundengruppe schon am Erscheinungstag von Windows 10 an das Upgrade gelangen werde.

Nutzer von Windows 7 oder Windows 8.1 erhalten das Upgrade auf Windows 10 kostenlos – dieses Angebot läuft ein Jahr lang. Die von Microsoft veröffentlichten Zahlen lassen vermuten, dass voraussichtlich über neun Millionen reguläre Windows-Kunden mit der neuen Version versorgt wurden. Weltweit hatte das Windows-Insider-Programm zum Start von Windows 10 etwas mehr als fünf Millionen Teilnehmer. Es ist aber eher unwahrscheinlich, dass alle Insider-Teilnehmer gleich ihre Systeme aktualisiert haben, so dass auch deutlich mehr normale Anwender bereits gewechselt sein dürften.

In drei Jahren soll es 1 Milliarde Systeme mit Windows 10 geben

Ein anderes Zahlenspiel ergibt sich, wenn die Menge der installierten Computer auf verschiedene Zeiträume heruntergerechnet wird: Pro Stunde wurden rund 584.000 Computer mit Windows 10 versorgt, das sind etwa 9.800 Installationen pro Minute oder rund 163 Upgrades pro Sekunde. Microsoft peilt an, dass in drei Jahren mehr als 1 Milliarde Systeme mit Windows 10 laufen. Derzeit gibt es rund 1,5 Milliarden Windows-Computer.

Das Upgrade wurde von Microsoft in Phasen verteilt, das will das Unternehmen so fortführen. Größere Probleme beim Bezug von Windows 10 traten bisher nicht auf. Damit eine kontrollierte Verteilung fortgesetzt werden kann, ruft Microsoft Anwender dazu auf, sich für das Windows-10-Upgrade anzumelden, wenn das noch nicht geschehen sei. Wer nicht länger warten möchte, kann die Verteilung von Windows 10 mit einem Kniff erzwingen.

Erstes größeres Update erscheint Anfang August

Für Anfang August 2015 sei ein erstes Service Release für Windows 10 geplant, berichtet The Verge mit Verweis auf Microsoft-nahe Quellen. Möglicherweise wird das Service Release 1 für Windows 10 bereits kommende Woche verteilt. Damit sollen vor allem Fehler behoben werden, neue Funktionen wird es nicht geben. Möglicherweise wird dann auch der Fehler im Startmenü beseitigt, damit dieses mit mehr als 512 Einträgen zurechtkommt.

Im Herbst 2015 ist ein größeres Update für Windows 10 geplant, das auch neue Funktionen bringen soll. Möglicherweise wird der Edge-Browser um Erweiterungen ergänzt, um den Funktionsumfang des Browsers aufstocken zu können. Diese werden dann ähnlich wie Chrome-Erweiterungen arbeiten, so dass sich diese leicht nach Edge portieren lassen sollen. Zudem ist für das Herbst-Upgrade eine neue Messaging-App geplant.

Anmeldungen für das Windows-Insider-Programm sind wieder möglich

Wie angekündigt führt Microsoft das Windows-Insider-Programm fort: Ab sofort können sich neue Teilnehmer dafür anmelden. Kurz vor dem Start von Windows 10 war das Programm für ein paar Tage ausgesetzt worden. Teilnehmer am Windows-Insider-Programm erhalten neue Versionen und Updates für Windows 10 früher und können diese ausprobieren, bevor sie an die Allgemeinheit verteilt werden.

Office Mobile Apps für Windows 10 sind da

Über den Windows Store sind zum Start des neuen Betriebssystems die Office Mobile Apps für Windows 10 kostenlos verfügbar. Die Variante des Office-Pakets besteht aus der Textverarbeitung Word, der Tabellenkalkulation Excel und der Präsentationssoftware Powerpoint.

Anlässlich des Starts von Windows 10 gibt es auf Golem.de eine Reihe ausführlicher Hintergrundartikel: Ein Artikel informiert über die internen Verbesserungen und neuen Möglichkeiten im Zusammenspiel mit neuer Hardware. Zudem haben wir getestet, was Windows-7-Anwender vom Wechsel auf Windows 10 zu erwarten haben. Etwas weniger, aber dennoch zum Großteil sinnvolle Verbesserungen gibt es für Umsteiger von Windows 8.1 auf Windows 10. Schließlich haben wir uns angeschaut, welche Verbesserungen Tablet-Nutzer von Windows 10 zu erwarten haben.

 

 

Quelle Golem : Quelle

Windows 10 erscheint im Sommer

Microsoft bringt Windows 10 diesen Sommer auf den Markt. Damit verabschiedet sich der Hersteller von dem sonst üblichen Zeitfenster eines Windows-Marktstarts im Oktober. Zudem wurde ein neuer Hersteller für Smartphones mit Microsofts neuem Betriebssystem vorgestellt.

In diesem Sommer will Microsoft Windows 10 in den Handel bringen. Das verkündete Windows-Chef Terry Myerson auf dem Windows Hardware Engineering Community (WinHEC) Summit im chinesischen Shenzhen, wie der Hersteller im hauseigenen Windows-Blog bekanntgab. Damit haben sich die jüngsten Vorabberichte zum Termin der Markteinführung von Windows 10 bestätigt. In welchem Monat Windows 10 erscheinen werde, teilte Microsoft noch nicht mit.

Microsoft verabschiedet sich von bisherigem Zeitplan

Bisher wurde erwartet, dass Windows 10 im August 2015 auf den Markt kommen wird. Im Juni 2015 soll die RTM-Version von Windows 10 fertig werden. RTM steht für Release To Manufacturers und ist die Version von Windows 10, die dann in die Produktion geht und an Gerätehersteller verteilt wird. Nach der Veröffentlichung der RTM-Version dauert es bei Windows üblicherweise noch einmal zwei Monate, bis das Betriebssystem auf den Markt kommt.

Mit dem neuen Zeitplan verabschiedet sich Microsoft vom bisherigen Prozedere. Die vergangenen beiden Windows-Hauptversionen, also Windows 7 und Windows 8, kamen jeweils im Oktober auf den Markt und waren damit rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verfügbar.

Lenovo plant Smartphone mit Microsofts Betriebssystem

Myerson gab als Windows-Chef außerdem einen neuen Hardware-Partner aus dem Smartphone-Segment bekannt. Und zwar will Lenovo noch in diesem Jahr Smartphones mit Microsofts Betriebssystem auf den Markt bringen. Diese sollen Mitte des Jahres in China erscheinen. Ob die Geräte dann auch in Europa vermarktet werden, ist noch nicht bekannt. Ebenfalls offen ist, ob es noch ein Smartphone mit Windows Phone oder gleich mit Windows 10 sein wird.

Windows 10 wird mit Hello neue Authentifizierungsmethoden abseits des Kennworts erhalten. Microsoft setzt dabei auf biometrische Erkennungsmethoden wie Fingerabdruck, Iris-Scan und Gesichtserkennung. Das klassische Kennwort könnte damit ersetzt werden, wenn der Anwender das wünscht. Verpflichtend sind die biometrischen Methoden nicht.

Mit Windows 10 peilt Microsoft vor allem Nutzer von Windows 7 an, die bisher keine Veranlassung gesehen haben, auf Windows 8.x zu wechseln. Mit der neuen Windows-Version werden einige der Besonderheiten von Windows 7 wieder in das Betriebssystem integriert. So gibt es wieder ein Startmenü, das nicht zwingend den gesamten Bildschirm ausfüllt. Der Nutzer kann zwischen der Windows-7-Darstellung und der Ansicht wählen, wie sie mit Windows 8 eingeführt wurde. Außerdem wurde Windows wieder stärker an die Bedürfnisse von Nutzern angepasst, die das Betriebssystem ohne Touchscreen verwenden.

Microsoft bietet Privatnutzern und kleinen Unternehmen Windows 10 ein Jahr lang nach dem Verkaufsstart kostenlos an. Für das kostenlose Upgrade wird eine Lizenz von Windows 7 oder Windows 8.1 benötigt. Für ältere Windows-Versionen gilt diese Option nicht. Wer das Gratis-Upgrade erhalten hat, kann es so lange nutzen, bis das betreffende Windows-Gerät verwendet wird.

Noch immer hat Microsoft keine Angaben dazu gemacht, wie viel eine Windows-10-Lizenz nach Ablauf dieses Zeitraums kostet. Es gibt derzeit die Vermutung, dass Windows 10 in Form eines Abomodells vermarktet wird – offiziell hat sich Microsoft dazu noch nicht geäußert. Mittlere und große Unternehmen werden kein kostenloses Upgrade auf Windows 10 bekommen.

Updates über Peer-to-Peer-Verfahren

Generell soll Windows 10 ständig über Windows Update aktuell gehalten werden. Für Updates wird Microsoft erstmals auch Peer-to-Peer-Technik verwenden. Die Verteilung von Updates via Peer to Peer erfolgt immer parallel zu der über Microsofts Server. Neben Windows-Updates werden so auch Apps verteilt.

Dabei kann der Anwender festlegen, ob die App- und Update-Daten zusätzlich nur aus dem lokalen Netzwerk stammen. Vor allem Unternehmen können so das eigene Netzwerk zur Verteilung von Windows-Updates verwenden. Zudem können zusätzlich Computer im Internet für die Update-Versorgung herangezogen werden. Falls im lokalen Netzwerk keine Update-Daten verfügbar sind, wird dann im Internet danach gesucht.

Kostenloses Upgrade für alle illegalen Windows-Kopien

 

Microsoft will das kostenlose Upgrade auf Windows 10 auch Nutzern anbieten, die eine illegale Kopie von Windows verwenden. Damit würden Nutzer automatisch auf eine legale Version wechseln. Außerdem hat Microsoft die Systemvoraussetzungen für Windows 10 bekanntgegeben.

Microsoft will möglichst viele legale Kopien von Windows im Umlauf haben, weshalb es das für Privatnutzer kostenlose Upgrade auf Windows 10 selbst für nicht-legitimierte Kopien geben wird. Das hat Windows-Chef Terry Myerson der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. In dem Gespräch ging es zwar vornehmlich um den chinesischen Markt, aber die Regelung wird weltweit gelten, wie Microsoft auf Nachfrage unter anderem The Verge und CNet bestätigt hat.

In China sollen besonders viele illegale Kopien von Windows im Umlauf sein. Mit diesem Schritt würde Microsoft erreichen, dass diese legalisiert werden, wenn die Nutzer auf Windows 10 wechseln. Das Upgrade gibt es sowohl für Privatkunden als auch für kleine Unternehmen ein Jahr lang nach dem Verkaufsstart von Windows 10 kostenlos. Das kostenlose Upgrade erfordert Windows 7 oder Windows 8.1. Microsoft will Windows 10 im Sommer auf den Markt bringen.

Microsoft nennt Hardware-Anforderungen für Windows 10

Anlässlich der Windows Hardware Engineering Community (WinHEC) Summit im chinesischen Shenzhen hat Microsoft eine Powerpoint-Präsentation veröffentlicht, wie das Blog Windows Central erfahren hat. Desktop-Systeme, Notebooks und Tablets müssen mindestens eine Display-Auflösung von 800 x 600 Pixeln vorweisen.

Bei 32-Bit-Systemen wird mindestens 1 GByte RAM benötigt, bei 64-Bit-Systemen sind 2 GByte RAM Minimum. Zudem braucht das Betriebssystem in der 32-Bit-Version mindestens 16 GByte Festspeicher und 20 GByte Festspeicher in der 64-Bit-Ausführung. Als Windows-Desktop gilt alles ab einer Display-Diagonale von 8 Zoll. Lediglich im Unternehmensbereich geht es bereits bei 7 Zoll los.

Mindestanforderungen für Mobilgeräte

Bei Smartphones und Tablets müssen mindestens 512 MByte Arbeitsspeicher, 4 GByte Flash-Speicher und eine Displayauflösung von 800 x 480 Pixeln vorhanden sein. Diese Geräte dürfen eine Displaygröße von 3 bis 7,99 Zoll aufweisen. Diese Angaben gelent generell für 32-Bit-Systeme. Bei Geräten mit nur 4 GByte wird ein Steckplatz für SD-Cards vorgeschrieben, damit darüber Firmware-Updates durchgeführt werden können.

Die Größe des benötigten Arbeitsspeichers variiert mit der Displayauflösung. Je höher die Display-Auflösung ist, desto größer muss der Arbeitsspeicher sein, damit Windows 10 darauf läuft. Mit einer Display-Auflösung von bis zu 854 x 480 Pixeln genügen die angegebenen 512 MByte. Ab einer Displayauflösung von 960 x 540 Pixeln ist es 1 GByte, und ab einer Auflösung von 1.440 x 900 Pixeln erhöht sich der Wert auf 2 GByte.

Hat das Display eine Auflösung von mindestens 2.048 x 1152 Pixeln, sind 3 GByte erforderlich, 4 GByte bei einer Auflösung von mindestens 2.560 x 2.048 Pixeln. Zudem müssen die Smartphones oder Tablets mindestens UEFI 2.3.1 sowie Secure Boot beherrschen.

Hardware-Tasten sind bei kleiner Displayauflösung Pflicht

Geräte mit der geringsten Displayauflösung von 800 x 480 Pixeln müssen Hardware-Tasten für die Funktionen Start, Zurück und Suche besitzen. Bei Geräten mit größerer Display-Auflösung dürfen diese per Software realisiert werden, also in den Bildschirm eingeblendet werden. Verpflichtend sind auch ein Ein-Aus-Schalter und Lautstärketasten.

Auch die weiteren Anforderungen überraschen bei einem aktuellen Smartphone nicht: So wird ein Mobilfunkmodul benötigt, das Smartphone muss eine Kopfhörerbuchse haben, einen Vibrationsalarm, und WLAN muss mindestens nach dem Standard 802.11 b/g vorhanden sein.

Nachtrag vom 18. März 2015, 17:27 Uhr

Microsoft hat bestätigt, dass die Regelung bezüglich illegaler Windows-Kopien für alle Nutzer weltweit gilt, berichten übereinstimmend The Verge und CNet. Wer also eine nicht legitimierte Windows-Version verwendet, erhält dennoch das kostenlose Upgrade auf Windows 10. Die betreffenden Textpassagen im Artikel wurden aktualisiert.

Unternehmen können App-Store von Windows 10 anpassen

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Wenn Firmen Apps aus dem Windows-Store für alle ihre Mitarbeiter kaufen wollen, können sie das mit Windows 10 einfacher tun. Laut Microsoft ist auch das Aufsetzen eigener Stores bald möglich. Weniger gute Nachrichten gibt es von einem beliebten Tool, das mit der aktuellen Beta zickt.

Mit der endgültigen Fassung von Windows 10, die 2015 erscheinen soll, will Microsoft Unternehmen das Verteilen und Verwalten von Apps erleichtern. Da der Softwarehersteller bis dahin auch die Apps für die Desktop-Versionen von Windows 10, das Modern UI und Windows Phone vereinheitlichen will, ist das auch dringend nötig.

Künftig soll es laut Microsofts Blog großen Organisationen möglich sein, Apps aus dem Windows-Store für ihre gesamte Firma einzukaufen. Das soll über einen eigenen App-Store möglich sein, für den nur ein Browser als Zugang nötig ist. Ein Account für Azure Active Directory wird aber noch vorausgesetzt. Apps aus diesem Store sollen die Firmen dann auch über ihre eigenen internen Server verteilen können, indem im Intranet spezielle Links auf den Store bereitgestellt werden.

Aber auch ohne eigene Server wird der Windows-Store anpassbar. Für kleinere Unternehmen ist vorgesehen, dass diese sich eigene Ausgaben des von Microsoft gestellten Stores konfigurieren können. Dort können sowohl die aus diesem Dienst gekauften Programme wie auch eigene Anwendungen hinterlegt werden. Die Nutzer erhalten dann über die gewohnte Oberfläche der Geräte Zugang nur zu den Apps, die für das Unternehmen wichtig sind.

Apps, die auf eine dieser beiden Weisen bezogen werden können, sollen sich laut Microsoft auch aus der Ferne verwalten lassen. Dafür werden die Dienste System Center Configuration Manager, Microsoft Intune und Mobile Device Management (MDM) unterstützt.

Mit einem seit Windows 8 recht beliebten Tool, nicht einer Store-App, hat das aktuelle Build 9879 der Technical Preview von Windows 10 noch Probleme. Wie Heise Online berichtet, lässt sich die „Classic Shell“ damit nicht mehr installieren. Dieses Programm konnte bisher auf allen Versionen von Windows ab 8.0 das gewohnte Startmenü wiederherstellen. Die Gründe für diese Inkompatibilität sind noch unklar, die Abhilfe aber einfach: Das Umbennen des Installationsprogramms reicht.

Quwlle : Golem.de

Microsoft schließt den Nokia Store

3Bald gibt es keinen Nokia Store mehr. Das gilt für alle Nokia-Mobiltelefone ohne Windows Phone. Zwar ist mit Operas Appstore eine Alternative geplant, allerdings mit einer erheblichen Einschränkung.

Bis Mitte 2015 will Microsoft den bisherigen Nokia Store komplett einstellen. Als Ersatz wird es künftig einen Appstore von Opera geben, eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet. Die Änderung gilt für alle Nokia-Mobiltelefone ohne Windows Phone. Neben den Einfachhandys von Nokia sind das die Modelle der Asha-Reihe, alle Symbian-Smartphones und auch die Android-Geräte der Nokia-X-Modellreihe.

Der Wechsel soll im ersten Quartal 2015 beginnen und dann bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Wer also dann auf einem der genannten Nokia-Mobiltelefone Apps oder Spiele installieren möchte, muss sich mit einem neuen Konto in Operas Mobile Store anmelden. Der Store führt unter anderem Apps für Android sowie Symbian und Java-Applets für Mobiltelefone.

Wechsel bringt Nachteile für Nutzer und Entwickler

Opera und Microsoft werden demnach keine Übertragung der Daten vornehmen. Das ist sowohl für Nutzer als auch für Entwickler mit entsprechenden Nachteilen verbunden.

Wer also im Nokia Store eine App gekauft hat, muss diese erneut bezahlen, wenn er sie über Operas Mobile Store installieren möchte. Das setzt aber voraus, dass es die App überhaupt in Operas Angebot gibt. Das ist das zweite große Problem: App-Entwickler müssen ihre Produkte bei Opera neu einreichen, was mit einem entsprechenden Aufwand verbunden ist. Es ist unklar, ob alle Entwickler hier mitziehen. Es besteht daher das Risiko, dass viele Apps mit dem Store-Wechsel ganz verschwinden.

Microsoft räumt auf

Nachdem Microsoft Nokias Mobiltelefonsparte übernommen hat, räumt der neue Besitzer gehörig auf. So wurde im August 2014 Nokias Xpress Browser eingestellt und durch Operas Minibrowser ersetzt. Künftige Microsoft-Mobiltelefone ohne Windows Phone werden also keinen Xpress Browser mehr haben. Mit der Einstellung des Nokia Store wird ein weiterer, nicht zum Windows-Phone-Ökosystem gehörender Bereich eingestellt.

Das Signal ist sehr deutlich: Microsoft hat Nokias Mobiltelefonsparte vor allem für den Verkauf von Windows-Phone-Smartphones übernommen. Die übrigen Mobiltelefon-Bereiche erhalten deutlich weniger Unterstützung.

 

Quelle: Golem.de

Microsoft schließt außerplanmäßig kritische Kerberos-Lücke

Wer einen Windows-Server betreibt, sollte dringend von Hand nach Updates suchen: In allen unterstützten Versionen gibt es eine Lücke, durch die sich Systeme bis zum Domänencontroller übernehmen lassen. Auch für die Desktopversionen gibt es bereits Patches.

In der Nacht zum 19. November 2014 deutscher Zeit hat Microsoft ein außerplanmäßiges Windows-Update veröffentlicht, das für die Serverversionen des Betriebssystems als kritisch eingestuft wird. Der Fehler befindet sich in allen noch unterstützten Versionen ab Windows Server 2003 und auch in den Desktopausgaben ab Vista. Da Windows XP nicht mehr unterstützt wird, macht Microsoft auch keine Angaben darüber, ob der Bug auch dort vorhanden ist – im Zweifel sollte man davon ausgehen.

Durch den Fehler kann ein Angreifer über das Authentifizierungssystem Kerberos höhere Rechte erlangen, als seinem Account zustehen. Dazu ist, wie Microsoft in einem Security Bulletin schreibt, zwar ein gültiger Account nötig. Über diesen lassen sich dann aber durch die Lücke alle Server im Netzwerk angreifen. Für diese können Administratorrechte erlangt werden. Das gilt auch für den Domänencontroller. Ein ungepatchter Windows-Server ist daher eine echte Gefahr für ein Netzwerk.

Die Lücke sollte ursprünglich bereits am letzten großen Patchday geschlossen werden, warum Microsoft das Update bis jetzt zurückhielt, ist nicht bekannt. Das Unternehmen schreibt aber in seinem Bulletin, dass bereits Exploits dafür beobachtet worden seien. Wohl daher hat sich Microsoft für die seltene Maßnahme eines außerplanmäßigen Updates entschlossen. Die Lücke wurde vertraulich an den Softwarehersteller gemeldet.

Auch die Desktopversionen von Windows erhalten den Patch, sobald Windows Update danach sucht. Für diese Ausgaben stuft Microsoft die Reparatur zwar nicht als kritisch, aber immerhin noch als wichtig ein.

 

Quelle : Golem.de